Ratgeber

Sind Funkien (Hostas) giftig? Hunde, Katzen, Pferde, Ziegen und Menschen

Kurze Antwort

  • Hunde, Katzen und Pferde: ja, in geringem Maß. Die ASPCA führt die Funkie (Hosta) als giftig für Hunde, Katzen und Pferde, weil sie Saponine enthält (ASPCA). Als Anzeichen nennt sie Erbrechen, Durchfall und Depression (Teilnahmslosigkeit) (ASPCA). Pet Poison Helpline beschreibt die Wirkung als Magenverstimmung und erwartet keine schwerwiegenderen Anzeichen; bei schweren Symptomen (etwa Blut im Kot) oder anhaltenden Beschwerden (wiederholtes Erbrechen oder Appetitlosigkeit über mehr als einen Tag) rät sie zum Tierarzt (Pet Poison Helpline).
  • Menschen: Giftinformationszentren führen die Funkie unter den ungiftigen Pflanzen, auch wenn jede Pflanze zu Verschlucken oder Magenverstimmung führen kann, besonders bei kleinen Kindern (CHOP Poison Control Center). In Japan wird Hosta sieboldiana als essbares Wildgemüse namens Urui gegessen (Tokyo Metropolitan Government). Lassen Sie Kinder trotzdem keine Gartenpflanzen essen und sammeln Sie niemals „Funkientriebe“ in freier Natur – siehe die Warnung vor Verwechslungen weiter unten.
  • Wenn ein Haustier oder Kind davon gegessen hat: Entfernen Sie Reste aus dem Mund, notieren Sie, wie viel gegessen wurde, und rufen Sie Ihren Tierarzt oder einen Giftnotruf an (Nummern weiter unten).

Funkien sind für ihren Zierwert bekannt und wirken meist wie eine harmlose Pflanzengruppe. Sie können jedoch Haustiere wie Hunde und Katzen krank machen, und auch Pferde können betroffen sein, wenn sie die Pflanze fressen. Der verantwortliche Stoff ist Saponin. Saponine helfen Pflanzen bei der Abwehr: In vielen Pflanzen wirken sie fraßhemmend und sind für Insekten giftig ([Role of Saponins in Plant Defense Against Specialist Herbivores, PMC](https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6600540/)). Es ist wichtig zu wissen, dass Funkien auf der Liste der für Haustiere giftigen Pflanzen stehen, damit Sie sie von Tieren fernhalten können, die sie fressen könnten. Die ASPCA führt die Funkie als giftig für Hunde, Katzen und Pferde ([ASPCA](https://www.aspca.org/pet-care/aspca-poison-control/toxic-and-non-toxic-plants/hosta)).

Giftigkeit der Funkie nach Tierart

WerAls giftig geführt?Was bekannt istWas zu tun ist
HundeJa – ASPCA-ListeSaponine; Erbrechen, Durchfall, Depression (ASPCA)Tierarzt oder einen Tier-Giftnotruf anrufen
KatzenJa – ASPCA-ListeDieselben Anzeichen wie bei Hunden (ASPCA)Tierarzt anrufen; Katzen verbergen Krankheiten, also früh handeln
PferdeJa – ASPCA-ListeSaponine; Erbrechen, Durchfall, Depression (ASPCA)Pferdetierarzt anrufen; keine Funkien an Weiderändern
Ziegen, Schafe, RinderNicht im ASPCA-EintragDer ASPCA-Eintrag umfasst nur Hunde, Katzen und Pferde (ASPCA); verlässliche Daten zu Funkien bei Nutztieren haben wir nicht gefundenAls „möglicherweise reizend“ behandeln; einen Nutztierarzt fragen, bevor Ziegen an Funkienbeeten fressen dürfen
Kaninchen, Meerschweinchen (Haustiere)Keine verlässliche Einstufung gefundenWildkaninchen und Rehe fressen im Freien häufig Funkien (MSU Extension)Hauskaninchen keine Funkien füttern; einen Tierarzt für Heimtiere/Exoten fragen
Menschen (Erwachsene)Von Giftinformationszentren als ungiftig geführtAuf den Listen ungiftiger Pflanzen der Giftinformationszentren (CHOP); in Japan als Urui gegessen (Tokyo Metropolitan Government)Keine Zierpflanzen aus dem Garten essen (Pflanzenschutzmittel, Verwechslungsgefahr)
KinderVon Giftinformationszentren als ungiftig geführtAuch ungiftige Pflanzen können zu Verschlucken oder Magenverstimmung führen, besonders bei kleinen Kindern (CHOP)Poison Control anrufen (USA: 1-800-222-1222) (HRSA Poison Help)

Was tun, wenn Ihr Hund oder Ihre Katze eine Funkie gefressen hat

  1. Entfernen Sie alle Pflanzenreste aus dem Maul des Tieres und aus der Umgebung.
  2. Schätzen Sie ab, wie viel gefressen wurde und wann. Fotografieren Sie die Pflanze oder nehmen Sie ein Blatt mit – so kann der Tierarzt bestätigen, dass es wirklich eine Funkie ist.
  3. Rufen Sie Ihren Tierarzt an oder einen Tier-Giftnotruf. In den USA ist das ASPCA Animal Poison Control Center unter (888) 426-4435 erreichbar (ASPCA) und die Pet Poison Helpline unter (855) 764-7661 (Pet Poison Helpline); beide erheben eine Beratungsgebühr.
  4. Bringen Sie Ihr Tier nicht zum Erbrechen, es sei denn, Ihr Tierarzt oder ein Giftnotruf rät Ihnen dazu (Pet Poison Helpline).
  5. Beobachten Sie Ihr Tier genau. Leichte Anzeichen, die rasch abklingen, müssen eventuell nicht behandelt werden; bei schweren Anzeichen wie Blut im Kot oder anhaltenden Beschwerden wie wiederholtem Erbrechen oder Appetitlosigkeit über mehr als einen Tag sollten Sie jedoch zum Tierarzt gehen (Pet Poison Helpline).

Was Funkien giftig macht: Saponine

Saponine sind bitter schmeckende Pflanzenstoffe; in Funkien verursachen sie beim Verzehr Magen-Darm-Beschwerden (Pet Poison Helpline). Ihretwegen führt die ASPCA die Funkie als giftig für Haustiere. Laut Pet Poison Helpline kann es zu Magenverstimmung kommen – Erbrechen, Durchfall und Appetitlosigkeit –, schwerwiegendere Anzeichen sind jedoch nicht zu erwarten (Pet Poison Helpline).

Sind Funkien giftig für Hunde?

Wegen der Saponine in Funkien können Hunde krank werden, wenn sie die Pflanzen fressen. Die Funkie ist für Hunde giftig; typische Anzeichen sind Erbrechen und Durchfall, auch Teilnahmslosigkeit und Appetitlosigkeit können auftreten ([Pet Poison Helpline](https://www.petpoisonhelpline.com/poison/hosta/)). Hunde könnten versucht sein, an den Pflanzen zu kauen, daher ist es in Haushalten mit Hunden sinnvoller, Funkien in Töpfen oder außer Reichweite zu ziehen. Wenn Ihr Hund Funkien gefressen hat, rufen Sie Ihren Tierarzt oder einen Giftnotruf an; dort wird entschieden, ob eine Behandlung nötig ist.

Solche Vergiftungsfälle lassen sich vermeiden, indem Sie Funkien entfernen, an die Hunde leicht herankommen. Funkien in Töpfen zu pflanzen hilft, Hunde fernzuhalten, und im Handel erhältliche Abwehrmittel für Haustiere können die Tiere ebenfalls von den Pflanzen fernhalten.

Sind Funkien giftig für Katzen?

Funkien sind wegen der enthaltenen Saponine giftig für Katzen. Die ASPCA nennt als Anzeichen Erbrechen, Durchfall und Depression ([ASPCA](https://www.aspca.org/pet-care/aspca-poison-control/toxic-and-non-toxic-plants/hosta)). Katzen verbergen Krankheiten gern; wenn Ihre Katze Funkien gefressen hat und weiter erbricht oder nicht mehr frisst, wenden Sie sich an Ihren Tierarzt.

Am besten beugen Sie Vergiftungen vor, indem Sie den Zugang von Katzen zu Funkien kontrollieren.

Sind Funkien giftig für Menschen?

Giftinformationszentren führen die Funkie für Menschen unter den ungiftigen Pflanzen. Wie andere ungiftige Pflanzen kann sie dennoch zu Verschlucken oder Magenverstimmung führen, vor allem bei kleinen Kindern ([CHOP Poison Control Center](https://www.chop.edu/centers-programs/poison-control-center/nonpoisonous-plants)); halten Sie Gartenpflanzen daher außer Reichweite von Kleinkindern.

Funkien als Nahrungsmittel – und eine Warnung vor Verwechslungen

In Japan wird Hosta sieboldiana als essbares Wildgemüse namens Urui gegessen (Tokyo Metropolitan Government). Die Seiten zur Lebensmittelsicherheit der Tokioter Stadtregierung warnen jedoch, dass die frischen Blätter des giftigen Germers (Veratrum) dem Urui ähneln und daher versehentlich gegessen werden können; eine Germervergiftung verursacht Erbrechen, Durchfall, Blutdruckabfall und Krämpfe (Tokyo Metropolitan Government). Wenn Sie keine Erfahrung im Sammeln von Wildpflanzen haben, essen Sie keine wilden „Funkientriebe“, und essen Sie keine Gartenfunkien, die möglicherweise mit Schneckenkorn oder Pflanzenschutzmitteln behandelt wurden.

Sind Funkien giftig für Kinder?

Die Funkie steht auf den Listen ungiftiger Pflanzen der Giftinformationszentren, doch ein Kind, das Pflanzenteile isst, kann trotzdem eine Magenverstimmung bekommen oder sich verschlucken (CHOP Poison Control Center). Rufen Sie Poison Control an (USA: 1-800-222-1222), um eine auf Ihr Kind zugeschnittene Beratung zu erhalten (HRSA Poison Help). Schneckenkorn und andere Chemikalien, die rund um Funkien eingesetzt werden, können eine größere Gefahr sein: Metaldehyd, ein häufiger Wirkstoff in Schneckenködern, kann bei Haustieren Zittern, Krampfanfälle und gefährlich hohe Körpertemperatur auslösen (Pet Poison Helpline). Lagern und verwenden Sie Gartenchemikalien außer Reichweite von Kindern und Haustieren.

Sind Funkien giftig für Pferde?

Ja. Die ASPCA führt die Funkie nicht nur für Hunde und Katzen, sondern auch für Pferde als giftig ([ASPCA](https://www.aspca.org/pet-care/aspca-poison-control/toxic-and-non-toxic-plants/hosta)).

Ob Funkien für Kaninchen giftig sind, wird häufig gefragt, doch wir haben keine verlässlichen Daten zur Giftigkeit für Kaninchen gefunden. Füttern Sie Hauskaninchen keine Funkien, und fragen Sie einen Tierarzt für Heimtiere/Exoten, falls Ihres davon gefressen hat.

Wenn Haustiere oder Pferde einen Teil Ihres Gartens regelmäßig nutzen, ziehen Sie dort statt Funkien lieber andere schattenliebende Pflanzen in Betracht.

Sind Funkien giftig für Ziegen?

Der ASPCA-Eintrag zur Funkie umfasst nur Hunde, Katzen und Pferde (ASPCA), und wir konnten keine verlässliche Quelle finden, die Funkien speziell für Ziegen, Schafe oder Rinder aufführt. Funkien enthalten Saponine, also dieselben Stoffe, die hinter der Einstufung für Haustiere stehen. Vorsichtig ist es daher, Ziegen nicht an Funkienbeeten fressen zu lassen und einen Nutztierarzt zu fragen, wenn sie eine größere Menge gefressen haben.

Funkien haustierfreundlich pflanzen

  • Pflanzen Sie dort, wo Haustiere nicht hinkommen: hinter einem niedrigen Zaun, in Hochbeeten oder in hohen Pflanzgefäßen.
  • Behalten Sie Welpen und Kätzchen im Garten im Auge und gewöhnen Sie ihnen das Anknabbern von Pflanzen ab.
  • Erwägen Sie ungiftige Schattenpflanzen für die Bereiche, die Haustiere am meisten nutzen, und prüfen Sie jede Kandidatin vor dem Pflanzen auf der Pflanzenliste der ASPCA. Unser Ratgeber zu Begleitpflanzen stellt Schattenpflanzen vor; beachten Sie, dass einige beliebte Begleiter wie Christrosen (Helleborus) selbst giftig für Haustiere sind (ASPCA).
  • Setzen Sie Schneckenbekämpfung mit Bedacht ein. Schneckenköder mit Metaldehyd können bei Hunden Zittern, Krampfanfälle und lebensbedrohliches Fieber auslösen (Pet Poison Helpline); lesen Sie die Etiketten und halten Sie Haustiere von jeglichem Köder fern. Siehe Schädlinge und Krankheiten bei Funkien.

Häufig gestellte Fragen

Sind Funkien giftig für Hunde?

Ja, in geringem Maß. Die ASPCA führt die Funkie als giftig für Hunde; das Fressen verursacht meist Erbrechen und Durchfall (ASPCA). Rufen Sie Ihren Tierarzt an, wenn Ihr Hund eine große Menge gefressen hat oder immer wieder erbricht.

Sind Funkien giftig für Katzen?

Ja, die ASPCA führt sie als giftig für Katzen, mit denselben Verdauungsbeschwerden wie bei Hunden (ASPCA).

Sind Funkien giftig für Menschen?

Giftinformationszentren führen die Funkie als ungiftige Pflanze, auch wenn jede Pflanze zu Magenverstimmung oder Verschlucken führen kann, besonders bei kleinen Kindern (CHOP Poison Control Center). Junge Triebe von Hosta sieboldiana werden in Japan sogar als Urui gegessen (Tokyo Metropolitan Government). Essen Sie keine Gartenpflanzen, die Rückstände von Pflanzenschutzmitteln tragen könnten.

Sind Funkien giftig für Ziegen?

Wir haben keine verlässlichen Daten speziell zu Ziegen gefunden. Da Funkien Saponine enthalten, halten Sie Ziegen von Funkienbeeten fern und fragen Sie einen Tierarzt, wenn sie viel davon fressen.

Sind Funkienblüten giftig?

NC State Extension führt alle Teile der Funkie als giftig für Katzen, Hunde und Pferde (NC State Extension); behandeln Sie die Blüten also genauso wie die Blätter.

Fressen Rehe und Kaninchen Funkien?

Ja – Funkien gehören zu den Lieblingspflanzen von Rehen und Hirschen, und auch Kaninchen fressen das Laub, besonders junge, zarte Blätter (MSU Extension). Siehe unseren englischsprachigen Ratgeber zu Wildabwehrmitteln.

Weitere Ratgeber

Quellen